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Zweite Ausbildung



Viele Menschen, gerade in der heutigen Zeit, in der eine Ausbildungsstelle im Traumberuf fast schon ein Sechser im Lotto ist, lernen erst einmal einen Beruf, den sie ursprünglich nicht gewählt haben, einfach weil sich hier die Möglichkeit zu einem Ausbildungsplatz ergeben hat. Den meisten geht es jedoch so, dass sie zwar stolz auf die absolvierte Ausbildung sind, aber unglücklich bei dem Gedanken, in diesem Beruf nun den Rest ihres Lebens verbringen zu müssen. Bei einigen ergibt sich nach einer erfolgreich abgeschlossenen Erstausbildung sogar die Möglichkeit, noch einmal eine Ausbildung im Wunschberuf zu machen, auch wenn man bis dahin schon etwas älter ist als andere Azubis. Solche Chancen sollte man ergreifen, auch wenn das bedeutet, dass man noch einmal von vorne anfangen muss. Man sollte auch niemals die heutige Arbeitsmarktlage außer Acht lassen, denn mit zwei erlernten Berufen ist man auf jeden Fall flexibler als mit einem erlernten Beruf. Und in manchen Fällen ergänzen sich zwei absolvierte Ausbildungen sogar miteinander oder bauen aufeinander auf.

Viele Menschen wagen aber auch aus anderen Gründen noch einmal den Schritt in eine Ausbildung. Bei Frauen ist das häufig der Fall. Viele Frauen absolvieren erfolgreich eine Ausbildung, sind zwei, drei Jahre berufstätig, heiraten dann, bekommen Kinder – und widmen sich in den Jahren darauf erst einmal der Familien- und Erziehungsarbeit. Und viele, die nach dieser Familienphase wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten, stellen fest, dass sie in ihrem erlernten Beruf keine Chance mehr haben. Die Technik hat sich weiter entwickelt. Die Arbeitsmethoden haben sich verändert. Die Forschung hat Fortschritte gemacht.

Oft haben gerade Frauen keine Chancen, wieder in ihren erlernten Beruf einzusteigen und entscheiden sich von daher in vielen Fällen für eine zweite Ausbildung. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn das ermöglicht einen kompletten Neuanfang, und in manchen Fällen ergänzen sich auch hier die Ausbildungen.

Und es gibt weitere Gründe für eine zweite Ausbildung. Wer eine Ausbildung zum Friseur abgeschlossen hat, und im Anschluss noch eine Kosmetikausbildung macht, hat eindeutig bessere Chancen.